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Institut für Ländliche Strukturforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Herzlich willkommen auf den Seiten des IfLS.

Wir bieten Ihnen engagierte Forschung und aktive Beratung für eine nachhaltige Entwicklung und sind in den folgenden Bereichen tätig:

| Nachhaltige Entwicklung und Multifunktionalität des Ländlichen Raumes
| Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Umwelt
| Regionalentwicklung, Marketing und Beratung

Unser Leistungsspektrum umfasst interdisziplinäre Forschungs- und Beratungsprojekte über die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume.
Einen Schwerpunkt bildet dabei deren Gestaltung durch die Agrar- und Ernährungspolitik sowie die Struktur-, Regional- und Umweltpolitik. Charakteristisch für unsere Arbeitsweise ist die Fähigkeit, Zusammenhänge ganzheitlich zu erkennen, zu beurteilen und zu verknüpfen.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen unser Institut vor.

Aktuelles

22.02.2018

Wie viel Natur- und Artenschutz stecken in den Entwicklungsprogrammen für den Ländlichen Raum der Bundesländer?

Die Debatte über die Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2020 ist in vollem Gange. Bereits im November 2017 kündigte EU-Agrarkommissar Hogan einen neuen Ansatz für die Gestaltung der GAP nach 2020 an. Dieser sieht u. a. eine verstärkte Ergebnisorientierung vor. Eine vermehrte Ergebnisorientierung kann auch dem Naturschutz zugutekommen, da sich die Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes insbesondere anhand der letztendlich erzielten Ergebnisse bewerten lassen.

Doch wie ist eigentlich der Bedarf für den Naturschutz in Deutschland und welchen Beitrag leisten Förderungen im Rahmen der GAP überhaupt? In diesem Zusammenhang wurde die finanzielle Ausstattung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen im Rahmen der aktuellen Entwicklungsprogramme für den Ländlichen Raum (EPLR) für Deutschland ermittelt. Dies geschah im Rahmen des Projektes „Biodiversitätsförderung im ELER“ (ELERBiodiv), welches das IfLS zusammen mit entera und dem Büro 12 Sterne derzeit im Auftrage des Bundesamtes für Naturschutz durchführt.

Das BfN hat die Teilstudie mit dem Titel „Ermittlung des geplanten finanziellen Umfangs von Naturschutzmaßnahmen im Rahmen der ELER-Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums 2014 – 2020“ am 22.02.2018 auf seiner Webseite veröffentlicht.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Für Maßnahmen mit hoher Bedeutung für die Biodiversität wurde ein geplantes jährliches Budget von 324 Mio. Euro ermittelt. Dies entspricht 13,4 % der gesamten EPLR-Mittel in Deutschland. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die ländlichen Entwicklungsprogramme derzeit die wichtigste Finanzierungsquelle zur Umsetzung von Natura 2000 und von Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt insgesamt darstellen.

Das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 ist ein wichtiges – auch rechtliches – Instrument zum Schutz von Lebensräumen sowie Pflanzen- und Tierarten. Jedoch zeigen die nun veröffentlichten Zahlen deutlich, dass aktuell nur ein Bruchteil des geschätzten naturschutzfachlichen Bedarfs von etwa 1,4 Mrd. Euro pro Jahr durch die in den deutschen EPLR eingeplanten Mittel gedeckt werden kann.

Die im Projekt ermittelten und nun veröffentlichten Zahlen liefern einen wichtigen Beitrag in den Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der GAP. Der Bericht ist hier einzusehen und steht auch zum Download auf der Homepage des IfLS zur Verfügung.