Institut für Ländliche Strukturforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Herzlich willkommen auf den Seiten des IfLS.

Wir bieten Ihnen engagierte Forschung und aktive Beratung für eine nachhaltige Entwicklung und sind in den folgenden Bereichen tätig:

| Nachhaltige Entwicklung und Multifunktionalität des Ländlichen Raumes
| Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Umwelt
| Regionalentwicklung, Marketing und Beratung

Unser Leistungsspektrum umfasst interdisziplinäre Forschungs- und Beratungsprojekte über die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume.
Einen Schwerpunkt bildet dabei deren Gestaltung durch die Agrar- und Ernährungspolitik sowie die Struktur-, Regional- und Umweltpolitik. Charakteristisch für unsere Arbeitsweise ist die Fähigkeit, Zusammenhänge ganzheitlich zu erkennen, zu beurteilen und zu verknüpfen.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen unser Institut vor.

Aktuelles

16.10.2017

Umfassende Bewertung der bestehenden Regelungen zu Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) für Deutschland veröffentlicht

Die Biologische Vielfalt geht in Agrarlandschaften immer mehr verloren. Vor diesem Hintergrund werden seit der letzten Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) im Jahr 2013 Teile der Direktzahlungen an Landwirte an Ökologisierungsverpflichtungen („Greening“) geknüpft. Eine Maßnahme des Greenings ist die Bereitstellung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF). Landwirtschaftliche Betriebe, die Direktzahlungen erhalten, sind verpflichtet auf mindestens 5 % ihrer Ackerfläche ÖVF nachzuweisen. Der Ansatz zielt darauf ab, einen Mindestanteil an Flächen und Strukturen zur Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu sichern. Um die Wirksamkeit dieser für den Naturschutz zentralen Maßnahme zu überprüfen, wurde das IfLS gemeinsam mit dem Thünen-Institut (TI) und dem Institut für Agrarökologie und Biodiversität (ifab) mit der Bearbeitung des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Naturschutzfachliche Ausgestaltung von Ökologischen Vorrangflächen“ beauftragt, das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wurde.

Eine erste Bewertung der neuen ÖVF-Regelung auf Basis von Felduntersuchungen, Analyse von InVeKoS-Daten und Befragungen von Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Verwaltung und Beratung liegt nun für Deutschland vor.

Der jüngst veröffentlichte Endbericht zum Vorhaben zeigt Handlungsempfehlungen und Optionen auf, wie die von der EU gesetzten Biodiversitätsziele effektiv unterstützt und zu einem echten ökologischen Mehrwert in der Agrarlandschaft beitragen könnten.

In dem innerhalb des Projektes erarbeiteten Praxishandbuch sind außerdem praxisnahe Empfehlungen für die Anlage und das Management von ÖVF unter Berücksichtigung von Naturschutzaspekten dargestellt und veranschaulicht.

Der Endbericht wurde als BfN-Skript 472 veröffentlicht und kann als Druckexemplar direkt beim BfN bezogen werden.