Auftraggeber:

Umweltbundesamt, Fachgebiet I.1.4, Umwelt und Landwirtschaft

Projektbeschreibung

Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion: Szenarien und Prognosen für die Landwirtschaft bis 2030 – Handlungsbedarf und Langfriststrategien für die Umweltpolitik

Ziel des Forschungsvorhabens war es, landwirtschaftliche und den ländlichen Raum betreffende Entwicklungen einzuschätzen und, in Verbindung hiermit, künftige Umweltentlastungen sowie mögliche neue Umweltgefährdungen darzustellen. Auf dieser Grundlage sollten der Handlungsbedarf und Langfriststrategien für die Umweltpolitik abgeleitet werden. Im Mittelpunkt der Betrachtungen steht die Nahrungsmittelproduktion in Deutschland. Den verschiedenen Einflüssen der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie äußeren Einflüssen wie der EU-Osterweiterung und den GATT/WTO-Verhandlungen war besondere Bedeutung beizumessen. Die Einschätzung basiert auf einer vergleichenden Auswertung der Szenarien und Prognosen, die in der Literatur zur Frage der weiteren Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion in Deutschland zu finden sind. Der Zeithorizont der Betrachtungen ist der Zeitraum bis 2030. Davon ausgegangen wird, dass die Landwirtschaft in Deutschland und in der EU zukünftig nicht nur weltmarktorientiert sondern vor allem noch stärker regional differenziert sein wird. Ein relativ großer Teil der Betriebe und Regionen wird stärker multifunktional orientiert sein, sich auf die Erzeugung von besonderen Produktqualitäten konzentrieren und um die Erschließung regionaler Märkte bemühen. Angestrebt wird Qualitätsführerschaft in den derzeit noch vergleichsweise kleinen, aber rasch wachsenden Märkten für (regionale) Qualitätsprodukte. Globale Märkte und niedrige Produktionskosten sind für diese Betriebe und Regionen weniger bedeutend. Wichtiger sind Synergieeffekte mit weiteren Aktivitäten (Einkommenskombinationen, hofeigene Verarbeitung und Direktvermarktung, neue Dienstleistungen, honorierte landschaftspflegerische Leistungen und Vertragsnaturschutz etc.).

Ansprechpartner im IfLS: Karlheinz Knickel