Auftraggeber:

Europäische Kommission, GD Forschung in Verbindung mit Institut für physikalische Geographie der J.W. Goethe-Universität Frankfurt

Projektbeschreibung

Bewertung sozioökonomischer Aspekte der Nachhaltigkeit des Stärkekartoffelanbaus (HYDROSTAR)

Im Rahmen dieses Projektes wurde die sozioökonomische Nachhaltigkeit des Anbaus von Stärkekartoffeln untersucht. Nachhaltigkeit wird generell in drei Aspekte unterteilt: Umweltaspekte sowie eine soziale und eine ökonomische Dimension. Während die beiden ersten Dimensionen bereits einer ausreichenden Bewertung unterzogen wurden, bleibt die dritte oftmals eher wenig beachtet.

Soziale und ökonomische Aspekte umfassen sowohl die Profitabilität, oder allgemeiner gesprochen wirtschaftliche Tragfähigkeit, als auch positive (und negative) Randbedingungen und Ausstrahlungswirkungen, die von der jeweiligen Aktivität ausgehen. Die Tragfähigkeit einer Unternehmung ist insoweit klar definiert, als Produktion und Verarbeitung zu ihrer Fortführung wirtschaftlich profitabel sein müssen. Der Ausstrahlungseffekt kann anhand der abweichenden Ziele eines Landwirtes oder Produzenten und der Gesellschaft definiert werden: Während der Produzent in erster Linie am eigenen Wohl und Profit orientiert ist, richten sich gesellschaftliche Ansprüche auch auf Arbeitsplätze, ländliche und regionale Aktivität, stabile Produktion, Umweltqualität, Außenhandelsbilanz etc.

Aktuelle Situation und Tendenzen werden in folgender Hinsicht untersucht: a) Kosten der Stärkekartoffelproduktion; b) relevante Subventionen (bestehende und mögliche auf EU-, nationaler und regionaler Ebene); c) Informationen zu den externen Kosten intensiver landwirtschaftlicher Produktion und zu den möglichen Veränderungen durch einen verstärkten Stärkekartoffelanbau. Die Wettbewerbsposition des Stärkekartoffelanbaus wird sowohl unter makroökonomischen Gesichtspunkten untersucht als auch im Vergleich mit zwei weiteren Hauptanbaugebieten in Finnland.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Physische Geographie an der J.W.Goethe-Universität Frankfurt und Jukka Peltola, MTT (Finnland) durchgeführt.

Ansprechpartner im IfLS: Karlheinz Knickel