Auftraggeber:

Landesanstalt für Umwelt (LfU) Baden-Württemberg, Karlsruhe

Projektbeschreibung

Evaluierung des PLENUM-Programms: Regionalstatistik, Erfolgsfaktorenanalyse und sozioökonomische Effekte

Das Projekt gliedert sich in drei Module. Modul 1 umfasst den Aufbau einer Datenbank mit regionalstatistischen Strukturdaten zu den Bereichen allg. physische und Sozio-Geographie (Flächen, Einwohner etc.), Land- und Forstwirtschaft sowie Tourismus und Umweltbildung, soweit beim statistischen Landesamt verfügbar. Die ACCESS-Datenbank soll der LfU und den PLENUM-Regionalmanagement-Teams zum einen den schnellen Zugriff auf Strukturdaten ermöglichen, um z.B. die Eignung einer Region für bestimmte Projekte zu beurteilen. Zum Zweiten sollen die Strukturdaten später dazu dienen, verschiedene Regionen bezüglich möglicher sozioökonomischer Effekte des PLENUM-Programms vergleichen zu können.

Modul 2 umfasst die Erfolgsfaktoren-Analyse (EFA) der Arbeit der Regionalmanagement-Teams am Beispiel des Handlungsfeldes Regionalvermarktung. Die Methodik der EFA beruht auf den Erfolgsfaktoren regionaler Vermarktungsprojekte, die im Rahmen des BfN-F+E-Vorhabens „Regionalvermarktung in Biosphärenreservaten” entwickelt und durch weiteren Methodenvergleich noch ergänzt wurden. Die Bedeutung und Erfüllung der 20 Erfolgsfaktoren erfolgte zunächst durch die Regionalmanager selbst, sowie anschließend durch je 3-5 eingeladene Stakeholder aus den jeweiligen Regionen. Durch die Erläuterung der einzelnen Bewertungen konnten schnell und treffsicher die verbliebenen Problempunkte der Regionalvermarktung, aber auch des Regionalmanagements und der Programm-Organisation des PLENUM-Programms identifiziert und Optimierungsstrategien gemeinsam erarbeitet werden.

Modul 3 widmet sich der ersten Abschätzung soziökonomischer Effekte des PLENUM-Programms. Auf der Basis von methodischen Vorarbeiten des IfLS zu dieser Fragestellung sollen in den 5 bisherigen PLENUM-Regionen erste Beschäftigungs-, Einkommens- und Wertschöpfungseffekte erfasst werden, soweit dies bereits möglich ist. Es ist angedacht, in jeder der Regionen 1-2 größere Projekte als Fallbeispiele auf diese Effekte zu untersuchen.

Ansprechpartner im IfLS: Armin Kullmann