Auftraggeber:

Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße

Projektbeschreibung

Naturschutzgroßprojekt „Bienwald”

Bienwald ist eine Region am mittleren Oberrhein in Rheinland-Pfalz, an der Landesgrenze zu Frankreich. Es handelt sich um eine 18.000 Hektar große, im deutschen und europäischen Maßstab einmalige Schwemmfächerlandschaft der Oberrheinebene, die überwiegend durch Wald geprägt ist und in Randbereichen landwirtschaftlich genutzt wird. Im Jahre 2004 wurde die Bienwaldregion vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) als Naturschutzgroßprojekt bewilligt. Die Bundesregierung fördert im Rahmen solcher Projekte Vorhaben zur Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft, die eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung haben.

In der ersten Projektphase (2004-2007) wurde ein Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet, in welchem die in der sich anschließenden Umsetzungsphase durchzuführenden Maßnahmen konzipiert wurden. Das IfLS wurde zusammen mit drei weiteren Institutionen von den Projektträgern – den Landkreisen Germersheim und Südliche Weinstraße – mit der Durchführung dieser Konzeptionsphase beauftragt. Das IfLS erarbeitet dabei eine integrierte Entwicklungs- und Marketingkonzeption für die Bienwaldregion, mit der die naturschutzfachlichen Maßnahmen flankiert und ergänzt werden sollen. Damit wird implizit die Zielsetzung verfolgt, das originäre Handlungsfeld „Naturschutz und Landschaftspflege“ in eine Gesamtstrategie mit weiteren Handlungsfeldern regionaler Entwicklung zu integrieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • Erzeugung von land- und forstwirtschaftlichen Qualitätsprodukten,
  • Direktvermarktung,
  • Tourismus,
  • Ressourcenmanagement und nachwachsende Rohstoffe

Den raumrelevanten Nutzern (Land-, Forst- und Wasserwirtschaft sowie Erholung) sollen dadurch Perspektiven im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes aufgezeigt werden. Die naturschutzfachlichen Leitbilder und Ziele werden um Ziele einer nachhaltigen Regionalentwicklung ergänzt bzw. erweitert.

Ansprechpartner im IfLS: Jörg Schramek und Ulrich Gehrlein