Auftraggeber:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Projektbeschreibung

FrankFOOD – regionale Produkte für die Verpflegung von Ganztagsschulen

Bis 2007 werden infolge des Umbaus der deutschen Bildungslandschaft 10.000 neue Ganztagsschulen in Deutschland entstehen. Um einen erfolgreichen Schultag für SchülerInnen und LehrerInnen zu ermöglichen, ist eine gesunde und abwechselungsreiche Zwischen- und Mittagsverpflegung erforderlich. Damit gewinnt eine altersgerechte Schulverpflegung und die Qualität derselbigen an Bedeutung.

Eine gesunde warme Mittagsverpflegung erfordert neben entsprechender räumlicher Ausstattung der Schule auch vielfältiges Wissen zu Abläufen, Organisation, Ernährung und Verpflegungssystemen. Diese Anstrengungen sollten auch hinsichtlich einer wachsenden Zahl von Erkrankungen wie Adipositas und Diabetes bei Kindern und Jugendlichen angegangen werden. Dazu möchte das FrankFOOD-Projekt einen Beitrag leisten.

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben FrankFOOD hat die Verbesserung der Schulverpflegung durch den Einsatz regionaler Produkte zum Ziel, die sowohl aus biologischem als auch konventionellem Anbau stammen. Für regionale Erzeuger und Lieferanten eröffnen sich damit neue Absatzwege.

Im Rahmen des FrankFOOD-Projekts erfolgt in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Hessen e.V. in Frankfurt a. M. im Zeitraum Juli 2005 bis Juni 2007 in mindestens 4 bis 8 Ganztagsschulen die Einführung bzw. der Ausbau regionaler Produkte. Dabei werden bestehende Lieferanten des Rhein-Main-Gebietes, die sowohl regionale Produkte aus konventionellem als auch biologischem Landbau anbieten, mit einbezogen.

Weitere Projektziele sind:

  • Unterstützung bei der Einrichtung und Optimierung der Schulverpflegung,
  • Steigerung der Akzeptanz der Schulverpflegung,
  • Förderung von Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette,
  • Organisationsentwicklung für eine dauerhafte Etablierung des Projekts in der Region,
  • Betriebswirtschaftliche Kalkulation hinsichtlich wirtschaftlicher Tragfähigkeit,
  • Erforschung der (Mehr-)Zahlungsbereitschaft,
  • Diskussion von alternativen Finanzierungsmodellen.

Darüber hinaus sollen Bildungsmaßnahmen für alle Zielgruppen sowie Beratung und Unterstützung bei der Einrichtung oder Optimierung der Schulverpflegung die Akzeptanz regionaler Produkte erhöhen. Die beteiligten Schulen werden unterstützt, sich im Bereich Gesundheitsförderung weiter zu entwickeln (weitere Informationen: www.frankfood.net ).

Ansprechpartner im IfLS: Ulrich Gehrlein, Armin Kullmann und Kerstin Lehmann