Auftraggeber:

Europäische Kommission, GD Forschung / FP 6 - Politik-Orientierte Forschung (STREP)

Projektbeschreibung

Verstärkung von Innovationsprozessen für Wachstum und Entwicklung in Landwirtschaft und ländlichem Raum (IN-SIGHT)

Das IN-SIGHT-Projekt dient der Verbesserung des Wissensbestandes zu Innovationssystemen und -prozessen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einem klareren Verständnis der Verbindungen innerhalb von Forschungs-Praxis-Innovationsketten und -netzwerken. Eine Grundidee besteht darin, das Konzept linearer Beziehungen innerhalb des Technologietransfers mit einer stärker systembetonten Perspektive auf Innovationsnetzwerke zu kontrastieren. In Hinblick darauf werden die relevanten Veränderungen in gesellschaftlichen und landwirtschaftlichen (Wissens-)Systemen sowie die Veränderungen innerhalb von soziotechnischen Netzwerken ausdrücklich berücksichtigt. Direkt damit verbundene Ziele des Projektes sind eine Identifizierung von Schwächen und Faktoren, die zum Versagen innerhalb bestehender Innovationssysteme und -prozesse führen sowie eine Identifizierung von Best-practice-Beispielen. Effektive Innovationsnetzwerke und Erfolgsfaktoren werden anhand einer Reihe von Fallstudien identifiziert und dokumentiert. Es werden Empfehlungen abgeleitet, die für Forschungsprogramme, Innovationsfördermaßnahmen sowie ländliche Entwicklungspolitik auf europäischer Ebene wie auf Mitgliedsstaatenebene von unmittelbarer Relevanz sind.

Die direkte Einbindung der Praxisebene über relevante Institutionen und Interessenvertreter spielt im Rahmen des IN-SIGHT-Projektes eine zentrale Rolle. Eine enge Zusammenarbeit mit diesen Akteuren über den gesamten Umsetzungsprozess hinweg ist sichergestellt durch eine Reihe von Konsultationen, die mit drei detaillierten Untersuchungen in spezifischen Innovationsbereichen kombiniert werden. Diese drei Untersuchungen konzentrieren sich auf:

  • Innovationen in der Landwirtschaft mit besonderem Schwerpunkt auf Produkten und Vermarktung,
  • Innovationen innerhalb von Umwelttechnologien mit besonderem Schwerpunkt auf Produktion außerhalb des Nahrungsmittelbereiches, Bioenergie und Wasserspartechnologien sowie
  • Innovationen innerhalb der ländlichen Entwicklung mit besonderem Schwerpunkt auf neuen Dienstleistungen und einer verbesserten Nutzbarmachung von Informations- und Kommunikationstechnologien im ländlichen Raum.

Das Projekt wird vom Institut für Ländliche Strukturforschung geleitet.

Projektpartner sind: Swiss Centre for Agricultural and Rural Development, Lausanne (CH); Universität Pisa, Dipartimento di agronomia e gestione dell’agroecosistema / Sezione di economia agraria e ambientale (I); Baltic Studies Centre, Riga (LV); Universität Wageningen, Communication Science (NL); Institut de l’Elevage, Paris (F); Ruralia Institute, Universität Helsinki (FIN).

Ansprechpartner im IfLS: Karlheinz Knickel