Auftraggeber:

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz, Karlsruhe

Projektbeschreibung

Evaluierung des PLENUM-Programms – Halbzeitbewertung

Das Land Baden-Württemberg besitzt mit PLENUM – dem „Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt” – eine großflächige Strategie zur langfristigen Sicherung von Artenvielfalt und Lebensräumen sowie zur dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung seiner Kulturlandschaften. Die Umsetzung von Naturschutzzielen in vielfältigen und für den Naturschutz wertvollen Kulturlandschaften steht im Mittelpunkt des Programms.

Ende 2006 beauftragte die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) das IfLS mit der Halbzeitbewertung der Umsetzung in den beiden PLENUM-Projektgebieten „Naturgarten Kaiserstuhl” und „Heckengäu”. Die Halbzeitbewertung ermöglichte eine Wirkungsanalyse auf drei Untersuchungsebenen:

Modul 1: Qualitative Analyse der Umsetzung durch Befragung regionaler Akteure Modul 2: Inzidenzanalyse der sozioökonomischen Effekte von PLENUM-Projekten Modul 3: Bewertung der Naturschutzwirkungen

Zu Modul 1: Qualitative Analyse der Umsetzung durch Befragung regionaler Akteure

Die Auswahl der Befragten ermöglichte einen differenzierten Einblick in die Umsetzung des PLENUM-Projektes. Das PLENUM-Regionalmanagement, weitere Schlüsselpersonen und Projektträger wurden mündlich befragt sowie alle Bürgermeister schriftlich.

In beiden Regionen waren sich die Befragten einig, dass Netzwerke, Kommunikation und Kooperation der Akteure sich durch das PLENUM-Programm deutlich verbessert haben (Integration der verschiedenen Akteure und Projekte).

Zu Modul 2: Inzidenzanalyse der sozioökonomischen Effekte von PLENUM-Projekten

Die durchgeführte regionale Inzidenzanalyse erfasste die sozioökonomischen Effekte des PLENUM-Programms und die mit dem Programm verknüpften Finanzströme, materiellen und immateriellen Güter sowie den erzeugten Nutzen auf vier Untersuchungsebenen:

  • Nettozufluss öffentlicher Mittel (Zahlungsinzidenz)
  • Innovationen im Produkt-, Dienstleistungs- und Infrastrukturbereich (Güterinzidenz)
  • Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte
  • Wissensbildung und qualitativ neue Vernetzung der regionalen Akteure durch Kooperation (Nutzeninzidenz)

Die Inzidenzanalyse zeigte nach der Initiierungsphase in beiden Regionen deutlich wahrnehmbare Wirkungen in der naturschutzorientierten Regionalentwicklung. Darüber hinaus sind bereits wirtschaftliche Anfangserfolge sichtbar.

Modul 3: Bewertung der Naturschutzwirkungen

Die Naturschutzwirkungen wurden vom Institut für Botanik und Landschaftskunde, Karlsruhe, an Hand konkreter Beispiele mit unterschiedlicher Bearbeitungstiefe geprüft.

Ansprechpartner im IfLS: Ulrich Gehrlein und Marco Neef