Auftraggeber:

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Projektbeschreibung

Synergie oder Profilverlust? Chancen und Probleme einer gemeinsamen Regionalvermarktung ökologischer und konventioneller Produkte (SynPro)

Ziel des Projektes ist die Analyse von Stand und Perspektiven der Synergien zwischen Bio-Markt und regionalen Vermarktungsinitiativen. Beide Bereiche des nachhaltig orientierten Lebensmittel-Marketings haben sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt, sind aber eher als getrennte Marketing-Welten zu betrachten, da sie unterschiedlichen Logiken folgen. Erst wenige Regionalprojekte, Verarbeiter oder Händler stellen eine aktive Schnittstelle dar. Zunächst soll eine Umfrage bei den deutschen Regionalinitiativen zeigen, welche Bedeutung die Vermarktung ökologischer Produkte für diese hat, und über welche Absatzwege diese erfolgt. In einem zweiten Schritt sollen die an regionalen Projekten beteiligten Öko-Landwirte nach Ihren Motiven und Vorteilen befragt werden. Vertieft wird die Fragestellung in Zusammenarbeit mit „Die Regionalen“, einem Zusammenschluss von 12 Naturkostgroßhändlern, in dem die jeweilige Umsetzung ihrer Kampagne „Regional ist erste Wahl“ mit den Bio-Angeboten der Regionalinitiativen in ihrem Gebiet abgeglichen wird.

Am Beispiel der Naturkostgroßhändler Bodan (Bodensee) und Grell (Raum Hamburg) sollen mit Experten-Interviews und Workshops ungenutzte Synergien identifiziert und mögliche gemeinsame Strategien mit Regionalinitiativen konkret diskutiert und entwickelt werden. Die Akzeptanz und Attraktivität von Regionalmarken, die sowohl für ökologische und konventionelle Produkte gemeinsam genutzt werden, stellt dabei eine spezielle Fragestellung dar. Start und Abschluss des Projektes erfolgen auf der Biofach-Messe 2010 und 2011. Für Mitte 2010 ist ein zentraler Arbeitsworkshop mit Experten aus beiden Bereichen geplant, um Stand und Stärkung der Synergien zwischen beiden Marketing-Welten intensiv zu diskutieren. Der Bundesverband Regionalbewegung unterstützt das Projekt mit Beiträgen und im Beirat.

Ansprechpartner im IfLS: Armin Kullmann und Claudia Leucht