Auftraggeber

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ)

Projektbeschreibung

Studie: „Landwirtschaftlicher und ländlicher Strukturwandel in Europa“

Landwirtschaftlicher und ländlicher Strukturwandel bezeichnet einen langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Veränderungsprozess, in dem der Agrarsektor gegenüber den Sektoren Industrie und Dienstleistung an Gewicht verliert. Die Ursachen hierfür sind wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer oder politischer Natur. Meist wird ein Prozess des Strukturwandels durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren ausgelöst, die sich gegenseitig beeinflussen.

Der Strukturwandel im ländlichen Raum bestimmt bereits heute die gesellschaftliche Realität vieler Entwicklungs- und Schwellenländer. Dies kann einerseits Chancen (in Bezug auf wirtschaftliche Entwicklung, Armutsreduzierung und Modernisierung) mit sich bringen; ein zu schneller und unkontrollierter Prozess kann jedoch bestehende Verteilungskämpfe (z.B. um Arbeitsplätze, Wohnraum, soziale und wirtschaftliche Infrastruktur) intensivieren. Die Politik steht dabei vor der Herausforderung, den Strukturwandel zu begleiten und zu moderieren. Wichtig ist daher, die damit verbundenen Potenziale zu nutzen und das Abdriften strukturschwacher Regionen zu verhindern.

Die Studie hat zum Ziel, ausgewählte Konzepte und Ansätze zur Beschreibung des landwirtschaftlichen und ländlichen Strukturwandels darzustellen. Seine treibenden Faktoren sowie Auswirkungen und Politikreaktionen werden anhand von drei ausgewählten Regionen Europas veranschaulicht. Schließlich werden der europäische Politikrahmen sowie entsprechende Instrumente, die den Strukturwandel begleiten, dargestellt und bewertet.

Das Sektorvorhaben „Entwicklung ländlicher Räume“ hat zum Ziel, Konzepte und Instrumente der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur Armutsbekämpfung und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum hinsichtlich der Rahmenbedingungen, Zielsetzungen und Unterstützungsbedarfe der Partnerländer zu verbessern. In diesem Kontext gewinnen der Strukturwandel und dessen Auswirkungen auf die ländlichen Räume zunehmend an Bedeutung.

Kontaktpersonen am IfLS: Simone Schiller, Sarah Peter