Auftraggeber

Europäische Kommission, Generaldirektion für Umwelt

Projektbeschreibung

Integration von mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft

Im Dezember 2015 beauftragte die EU-Generaldirektion für Umwelt (GD Umwelt) ein EU-weites Konsortium unter Beteiligung des IfLS mit einer Studie zur Integration von mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft. Die Koordination übernimmt die Consulting-Gruppe COWI A/S aus Dänemark. Das IfLS ist vor allem mit vertiefenden Untersuchungen in Deutschland befasst.

Anlass für das Vorhaben ist eine 2015 veröffentlichte europaweite Bewertung des Umweltzustandes und zu erwartender Entwicklungstrends. Dieser Analyse der Europäischen Umweltagentur (EUA) zufolge zeichnen sich - trotz bestehender umweltrelevanter Gesetzgebungen und Strategien - negative Trends für verschiedene Umweltbereiche ab. Eine auf Ertragssteigerung ausgerichtete Intensivlandwirtschaft hat demzufolge ebenfalls entscheidenden Einfluss auf diese Tendenzen.

Die nun beauftragte Studie soll Aufschluss darüber geben, welche agrarpolitischen Instrumente zum Erreichen bestimmter EU-Umweltziele am besten geeignet sind. Der Fokus liegt auf den Ressourcen Wasser, Biodiversität, Boden und Luft. Im Fokus stehen ordnungsrechtliche Instrumente, Cross Compliance, das sogenannte „Greening“ innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie die auf Freiwilligkeit beruhenden Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM).

Außer in Deutschland werden gleichzeitig in 11 weiteren EU-Mitgliedsstaaten vertiefende Untersuchungen bis Ende 2017 stattfinden. Spezifische Analysen werden zu den AUKM erfolgen: Geförderte Landwirte sollen nach sozioökonomischen Gesichtspunkten charakterisiert und die Beweggründe für die Teilnahme an den freiwilligen Maßnahmen analysiert werden. Eine zentrale Frage ist, ob AUKM ausreichen, um die umweltbezogenen Herausforderungen anzugehen, oder ob vermehrt auf obligatorische Maßnahmen zurückgegriffen werden sollte.

Es werden verschiedene Methoden – z.B. statistische Datenanalysen, Literaturstudien, Befragungen von Vertretern aus Ministerien und Befragungen von Begünstigten - zur Anwendung kommen.

Kontaktpersonen am IfLS: Jörg Schramek, Cordula Rutz, Heike Nitsch und Dr. Holger Pabst