Auftraggeber

 

Landkreis Fulda, Fachdienst Biosphärenreservat und Naturpark Hessische Rhön

 

Projektbeschreibung

Agrarsozioökonomische Studie für das LIFE-Projekt „Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel“

Artenreiche Bergmähwiesen und Borstgrasrasen im Vogelschutzgebiet „Hessische Rhön“ bieten insbesondere Wiesenbrütern wie Braunkehlchen, Wiesenpiper und Bekassine einen Lebensraum. Das LIFE-Projekt „Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel“ (Start Herbst 2016) soll dazu beitragen, diese Artenvielfalt zu erhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz der Wiesenbrüter. Zunehmende Intensivierung von gut bewirtschaftbaren Grünlandflächen in höheren Lagen einerseits und das Brachfallen schwer bewirtschaftbarer Grünlandflächen andererseits gefährden jedoch Flora und Fauna des Berggrünlandes.

Das Ziel artenreiche Grünlandbereiche im Vogelschutzgebiet Hessische Rhön zu verbessern oder wiederherzustellen kann nur in Kooperation mit den in der Region ansässigen landwirtschaftlichen Betrieben erreicht werden. So können Landwirte z.B. mit einem extensiven Flächenmanagement zum Erhalt dieser Lebensräume beitragen. Allerdings sind solche Maßnahmen oft mit Ertragseinbußen oder höherem Aufwand für die Betriebe verbunden.

Im Rahmen einer sozioökonomischen Analyse, mit der das IfLS beauftragt wurde, werden auf Basis von Datensammlungen und Expertengesprächen in einem ersten Schritt Betriebs- und Einkommensstrukturen sowie Bewirtschaftungsarten der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region analysiert. Im zweiten Schritt werden zwölf regionale Betriebe zu diesen Aspekten befragt. Ziel ist die Entwicklung von Lösungsansätzen, die die Bedürfnisse landwirtschaftlicher Betriebe berücksichtigen und die Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Naturschutz weiter stärken.

Erste Zwischenergebnisse werden im Herbst/Winter 2017 vorliegen, Projektabschluss ist der 28. Februar 2018. 

Kontaktpersonen am IfLS: Jörg Schramek, Bettina Spengler, Holger Pabst